Nur wenige Zentimeter haben gefehlt, und der Damm wäre über die Ufer getreten.
Wären die Feuerwehren aus dem gesamten Bezirk nicht mit vollem Einsatz Tag und Nacht zur Absicherung des Dammes mit Sandsäcken bereit gestanden, wäre ein Dammbruch unvermeidlich gewesen.
Wir müssen daher schon heute die Vorkehrungen für die nächste Zukunft treffen.
Es bleibt uns womöglich nicht viel Zeit, es sind gerade 11 Jahre zwischen den letzten Ereignissen vergangen, die Katastrophen kamen zuletzt in sehr kurzen Abständen. Dazwischen gab es 2017 ein Starkregenereignis wofür wir mittlerweile Auffangbecken am Bisamberg beschlossen und umgesetzt haben.
Nach dem letzten Hochwasser in Bisamberg 2013 wurde von Experten eine Erweiterung des Schutzes mittels Spundwänden vorgeschlagen.
Damit kann die Dammkrone künstlich um 50 bis 100 cm erhöht werden. Mittels einer großen Maschine, einem sogenannten Bohrhammer werden dabei Metallplatten entlang des gesamten Donaugrabens tief in die Erde gerammt, von denen 50 bis 100 cm aus der Erde ragen.
Die SPÖ Bisamberg wird sich daher im Gemeindevorstand und im Gemeinderat mit den anderen Parteien zusammen setzen, und sich dafür einsetzen, die dringend notwendige Erweiterung des Hochwasserschutzes von Bund und Land rasch einzufordern.
Aber auch die Landesbehörden in Niederösterreich müssen in die Gänge kommen, denn sichtlich wurden die Gefahren durch Hochwasser in Niederösterreich massiv unterschätzt. Jetzt müssen Katastrophenschutzpläne neu überarbeitet werden, alles auf tausendjährige Hochwasser ausgerichtet.
Und die Bürgermeister in Niederösterreich müssen damit aufhören, in Feuchtgebiete und Überschwemmungsgebiete Bauland zu widmen, und weiter Umfahrungsstraßen und Einkaufszentren zu bauen, die riesige Bodenflächen versiegeln. Flüsse und Bäche gehören renaturiert und der Natur mehr Platz gelassen, um zukünftige Katastrophen zu verhindern, und die Ortskerne belebt mit mehrgeschossigen Bauten. Weitere grüne Auffangbecken werden notwendig sein, weitere Siedlungen ins Grüne neben Hochwasserschutzdämmen zu bauen ist daher nicht ratsam.