Starkregenereignisse, Vorsorge bei Stromausfällen und der steigende Energiebedarf veranlassen Regierungen, Gemeinderäte und Haushalte dazu, über zukünftige Speichermöglichkeiten nachzudenken. Während bei Photovoltaik- und Windkraftanlagen die Verfügbarkeit von externen Batteriespeichern sowie deren Förderung ausschlaggebend sind und es auch in Österreich im Forschungsbereich noch erhebliches Potenzial für fortschrittliche Speichertechnologien gibt, stellt die Speicherung von Wasser weiterhin eine Herausforderung dar.
Jeder Haushalt sollte im Katastrophen- und Blackoutfall für einige Tage mit den wichtigsten Dingen (Wasser, Licht, Kochmöglichkeiten ohne Strom, Medikamente, Nahrungsmittel und Hygieneartikel) vorgesorgt haben. Angesichts zunehmender Dürren und Hochwasserereignisse wird es immer wichtiger, Wasser zur richtigen Zeit verfügbar zu machen oder es zum Schutz vor Hochwasser zu speichern.
Das Schwammstadtprinzip kann bereits im Siedlungsstraßenbau jeder Gemeinde angewandt werden, um das Kanalsystem vor Überflutungen zu entlasten. Ebenso besteht die Verpflichtung zur Versickerung auf Eigengrund mittels Sickerschächten. Neu hinzu kommen die geforderten Rückhaltebecken im Gemeindegebiet sowie Zisternen zum Speichern von Gießwasser in privaten Haushalten oder Wohnhausanlagen.
Auch in der Landwirtschaft sind Lösungen zur Speicherung und Bewässerung gefragt, ohne dabei Flüssen das Wasser zu entziehen. Das Abpumpen von Wassermassen und der Abtransport mittels geeigneter Waggons auf Güterzügen ist eine Zukunftsidee; möglicherweise bestehen jedoch noch bessere Alternativen.
Eine zukunftsfähige Lösung könnte auch die Gewinnung von Energie aus Abwasser sein. Durch innovative Technologien lässt sich die in Abwässern enthaltene Wärme nutzen, um Gebäude zu heizen oder Energie für andere Zwecke bereitzustellen. Diese Methode bietet eine nachhaltige Möglichkeit, vorhandene Ressourcen effizient zu nutzen und den Energiebedarf umweltfreundlich zu decken.
Das Foto aus 2022 ,anlässlich einer gemeinsamen Aktion mit der SPÖ Korneuburg aufgenommen.
Martin Kernreiter mit Karin Schuster Zwischnberger und Gaby Fürhauser